Bildungsprogramm 2019

wir altern, und das ist gut so, zeugt die stetig steigende Lebenserwartung doch von Fortschritt, Wohlstand und Frieden. Gleichwohl haben wir uns mit den Auswirkungen einer alternden Gesellschaft zu befassen. So stehen immer mehr Familien vor der Situation, dass einer ihrer Angehörigen pflegebedürftig wird und täglicher Unterstützung bedarf.

Das Engagement pflegender An- und Zugehöriger ist immens. Etwa 70% der pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause betreut, so wie dies meist auch ihrem Wunsch entspricht. Die Betreuung wird zum großen Teil von Frauen geleistet, und sie bedeutet eine Vollzeitaufgabe.

Wir möchten diese Gruppe mit unserem Bildungsprogramm stärken: In Vorträgen und Workshops können Sie Pflegebasics erlernen und die eigene Rolle reflektieren, sich über Leistungen der Pflegeversicherung informieren und herausfinden, wie Sie bei aller Beanspruchung für sich selbst gut sorgen können. Und Sie können erfahren, woran erkennbar ist, wenn es ans Sterben geht – und was dann wichtig ist.

Neben weiteren aktuellen Angeboten für Fachkräfte und interessierte BürgerInnen bieten wir außerdem: zwei DGP-zertifizierte Zusatzqualifikationen Palliative Care, einmal für Pflegefachkräfte (160 Std.) sowie ein multiprofessionelles Angebot, das sich auch an Mitarbeiterinnen aus Verwaltung und Hauswirtschaft oder auch an Bedienstete im Rettungsdienst und medizinische Fachangestellte richtet (40 Std.).

Besonders hinweisen möchten wir auf die HospizNacht am 25. Oktober 2019. Das 25jährige Jubiläum des Hospiz-Vereins in 2019 nehmen wir zum Anlass, um den traditionellen Bergsträßer Hospiz- und Palliativtag einmal ganz anders umzusetzen: Wir laden Sie herzlich ein, mit uns in einem neuen Format über kommunale Sorgekultur ins Gespräch zu kommen und freuen uns sehr, wenn Sie sich beteiligen. Mehr dazu auf Seite 22.
Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Team der HospizAkademie Bergstraße
Doris Kellermann & Dr. Swantje Goebel
Christine Palten & Andrea Keßler
Prof. Dr. Albert Mühlum, Vorstand

Inhalt:

Bildungsprogramm 2019 als pdf

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Teilnahmebedingungen

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Wir informieren in  E-Mail-Rundbriefen über unsere Veranstaltungen.

Sorgekultur an der Bergstraße: gemeinsam für Menschen - bis zuletzt

Freitag, 25. Oktober 2019


Die nächsten Termine

Zusatzqualifikation Palliative Care für Pflegende

Zertifiziert durch die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)

Kursnummer: 19-009

Termine: 24-28.6., 26-30.8., 28.10-1.11.19 und 13.-17.1.20, Mo-Do 9-17:30 Uhr, Fr 9-14:45 Uhr

Ort: Altenpflegeschule, Berliner Ring 34a, 64625 Bensheim

Teilnahmegebühr: 1600 € inkl. Kursmaterialien u. Verpflegung

Zugangsvoraussetzung: exam. Fachkräfte der Gesundheits- und Krankenpflege oder Altenpflege. Empfohlen ist eine zweijährige Berufserfahrung. In Einzelfällen können Angehörige anderer Berufsgruppen zum Kurs zugelassen werden. Bitte fügen Sie Ihrer Anmeldung ein Motivationsschreiben mit Bild, einen tabellarischen Lebenslauf sowie eine Kopie der Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung hinzu.

Abschluss: Zertifikat des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands (DHPV) und der DGP

Kursleitung: Doris Kellermann und Dr. Swantje Goebel, beide DGP-zertifizierte Kursleiterinnen

Das Kursangebot umfasst 160 Unterrichtseinheiten in 4 Blockwochen verteilt über 7 Monate. Es entspricht den Anforderungen an die Qualifikation von beruflichem Pflege- personal in der Palliativversorgung und Hospizarbeit. Grundlage ist das Curriculum von Kern, Müller, Aurnhammer.

Palliative Care ist ein ganzheitliches Konzept zur Betreuung, Begleitung und Pflege von PatientInnen mit begrenzter Lebenserwartung. Wenn eine unheilbare Krankheit weit fortgeschritten ist, gewinnt die Lebensqualität an Bedeutung. PatientInnen sowie ihre An-/Zugehörigen in dieser Zeit zu begleiten, erfordert hohe fachliche und emotionale Kompetenz, Empathie und Sensibilität für diese besondere Situation. Neben pflegerischen Aufgaben sind Pflegekräfte aufgefordert, auch den seelischen, spirituellen und zwischenmenschlichen Bedürfnissen der Betroffenen zu begegnen.

Diese Weiterbildung bietet einen geschützten Raum, um sich mit Sterben, Tod und Trauer zu befassen, den eigenen Haltungen nachzuspüren und für sich Wege zu entwickeln, mit Belastungen umzugehen. Die Erweiterung fachlicher Kompetenz in der Palliativpflege sowie eine Sensibilisierung für psychosoziale und spirituelle Aspekte sind weitere, wichtige Bausteine. Gemeinsam wird eine Perspektive erarbeitet, die symptomorientiert, kreativ, bedürfnisorientiert und ganzheitlich vorgeht.

Basiskurs Palliative Care (40 Stunden)

Zertifiziert durch die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)

Kursnummer: 19-010

Termine: 11.9., 18.9., 25.9., 16.10. und 23.10.19, jeweils 9-16:30 Uhr

Ort: DT-Computerservice Deppert GbR, Platanenallee 9, Bensheim

Teilnahmegebühr: 400 € inkl. Kursmaterialien u. Verpflegung

Zugangsvoraussetzung: Diese multiprofessionelle Weiterbildungsmöglichkeit richtet sich an medizinische Fachangestellte, MitarbeiterInnen aus Verwaltung, Hauswirtschaft und Reinigungsdienst oder auch an Beschäftigte in Transport- und Rettungsdiensten.

Abschluss: Zertifikat des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands (DHPV) und der DGP

Kursleitung: Doris Kellermann und Dr. Swantje Goebel, beide DGP-zertifizierte Kursleiterinnen

Das Kursangebot umfasst 40 Unterrichtseinheiten und ist in 5 Module aufgeteilt. Es entspricht den Anforderungen an die Qualifikation von beruflichem Pflegepersonal in der Palliativ- versorgung und Hospizarbeit. Grundlage ist das Curriculum von Kern, Müller, Aurnhammer.

Palliative Care ist ein ganzheitliches Konzept zur Betreuung, Begleitung und Pflege von PatientInnen mit begrenzter Lebenserwartung. Wenn eine unheilbare Krankheit weit fortgeschritten ist, gewinnt die Lebensqualität an Bedeutung. PatientInnen sowie ihre An-/Zugehörigen in dieser Zeit zu begleiten, erfordert hohe fachliche und emotionale Kompetenz, Empathie und Sensibilität für diese besondere Situation.

Diese Weiterbildung vermittelt Grundkenntnisse und konzentriert sich auf zentrale Themen, die für eine erste Auseinandersetzung in der Versorgung und Begleitung schwerstkranker bzw. sterbender Menschen erforderlich sind. Teilnehmende werden für palliativmedizinisches und hospizliches Handeln sensibilisiert. Sie gewinnen mehr Sicherheit im Umgang mit schwerkranken und sterbenden Menschen.

Fortbildungen für hauptamtliche Fachkräfte

Diese Fortbildungen sind anerkannt von der "Registrierung beruflich Pflegender", Sie erhalten bei Teilnahme die entsprechenden Punkte.

Sprechen ohne Worte [Menschen erreichen, die nicht sprechen können]

Kursnummer: 19-008

Termin: Mi, 21.8.19, 10-17 Uhr, 7 UE

Ort: Hospiz-Verein Bergstraße, Sandstraße 11, Bensheim

Gebühr: 61 €

Referentin: Felicia Schöner, Koordinatorin Hospizdienst Odenwald, Sonderpädagogin, systemische Supervisorin und Therapeutin

Menschen, die aufgrund von Erkrankungen und Schwäche nicht mehr sprechen können, sind häufig außerordentlich isoliert: Sie sind den Deutungen Anderer ausgesetzt, und oft wird nicht erkannt, was sie wollen und brauchen.

Uns als Begleitenden fällt die Kontaktaufnahme schwer, wir möchten alles richtigmachen und sind doch verunsichert, ob und wie wir diese Menschen wirklich erreichen können.

In diesem Seminar befassen wir uns eingehend mit der Situation nicht sprechender Menschen. Gemeinsam erarbeiten wir, wie wir uns ihnen annähern können und wie ein stimmiger Dialog, das Vertraut werden miteinander gelingen kann. Die Teilnehmenden gewinnen so mehr Sicherheit im Umgang mit nicht sprechenden Menschen.

Kurse und Angebote für Fachkräfte, Ehrenamtliche und Interessierte

Sterbefasten. Ein hürdevoller Weg zu würdevollem Sterben

Kursnummer: 19-106

Termin: Do, 13.6.19, 19-20:30 Uhr

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 15 €

Referentin: Doris Kellermann, Palliative-Care-Fachkraft im Hospiz-Verein Bergstraße, Leitung HospizAkademie Bergstraße

Eine schon seit der Antike praktizierte, in unserer Gesellschaft dennoch lange recht unbekannte Möglichkeit, das Leben vorzeitig zu beenden, ist der freiwillige Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeit (FVNF), das so genannte Sterbefasten. Bei dieser Methode beendet der lebensmüde Mensch aus freien Stücken die Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeit. Für einzelne PatientInnen kann dies ein gangbarer Weg sein, wenn die Belastung am Lebensende unerträglich scheint. Sie wünschen sich Selbstbestimmung am Lebensende und die Möglichkeit, sich von den Angehörigen angemessen zu verabschieden, ohne sie und sich selbst durch einen gewaltsamen Suizid zu erschüttern.
Ganz ohne Schwierigkeiten verläuft die mitunter lange Zeit des Fastens jedoch nicht. Was dieser Weg bedeutet und welche Hürden zu überwinden sein können, wird in diesem Vortrag aufgezeigt.


Für dieses Angebot haben wir Punkte bei der Registrierung beruflich Pflegender beantragt.

Letzte Hilfe Kurs

Kursnummer: 19-102 Anmeldung nur noch auf Warteliste möglich!
Termin: Sa, 17.8.19, 14 - 18 Uhr, 4 UE

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 31 €

Referentinnen: Doris Kellermann, Palliative-Care-Fachkraft im Hospiz-Verein Bergstraße, Leitung HospizAkademie Bergstraße + Co-Referentin

Wenn ein uns nahestehender Mensch absehbar sterben wird, macht uns das hilflos. Uraltes Wissen zum Sterbegeleit ist uns nicht mehr geläufig, und uns fehlen Erfahrungen im Umgang mit dem Lebensende. Dabei ist Sterbebegleitung keine exklusive Aufgabe für Professionelle oder ExpertInnen, sondern genauso in Familie und Nachbarschaft möglich.
Wir möchten Grundwissen an die Hand geben und ermutigen, sich Sterbenden zuzuwenden. Denn Zuwendung ist das, was wir alle am Ende des Lebens am meisten brauchen. Wir vermitteln Basiswissen, Orientierungen und einfache Handgriffe. So lernen Teilnehmende, was sie für Nahestehende am Ende des Lebens tun können.

Sprechen ohne Worte [Menschen erreichen, die nicht sprechen können]

Kursnummer: 19-008

Termin: Mi, 21.8.19, 10-17 Uhr, 7 UE

Ort: Hospiz-Verein Bergstraße, Sandstraße 11, Bensheim

Gebühr: 61 €

Referentin: Felicia Schöner, Koordinatorin Hospizdienst Odenwald, Sonderpädagogin, systemische Supervisorin und Therapeutin

Menschen, die aufgrund von Erkrankungen und Schwäche nicht mehr sprechen können, sind häufig außerordentlich isoliert: Sie sind den Deutungen Anderer ausgesetzt, und oft wird nicht erkannt, was sie wollen und brauchen.

Uns als Begleitenden fällt die Kontaktaufnahme schwer, wir möchten alles richtigmachen und sind doch verunsichert, ob und wie wir diese Menschen wirklich erreichen können.

In diesem Seminar befassen wir uns eingehend mit der Situation nicht sprechender Menschen. Gemeinsam erarbeiten wir, wie wir uns ihnen annähern können und wie ein stimmiger Dialog, das Vertraut werden miteinander gelingen kann. Die Teilnehmenden gewinnen so mehr Sicherheit im Umgang mit nicht sprechenden Menschen.

Selbstbestimmung am Lebensende: Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht als wichtige Instrumente

Kursnummer: 18-108

Termin: Sa, 21.9.19, 9:30-12:45 Uhr

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 32 €

Referentin: Martina Strübig, Palliative-Care-Fachkraft und Koordinatorin im Hospiz-Verein Bergstraße

Spätestens seit der Debatte um Sterbehilfe und der daraus entstandenen Gesetzgebung ist das Thema Selbstbestimmung am Lebensende deutlich mehr in den Fokus gerückt. Der medizinische Fortschritt, so sehr er oft ein Segen ist, macht andererseits vielen Menschen auch Angst, gerade im Blick auf das eigene Lebensende: „Ich möchte mal nicht an Schläuche!“, ist ein häufig geäußerter Wunsch.
Was für eine gute Vorsorge sinnvoll und wichtig ist und wie Selbstbestimmung am Lebensende ganz konkret umgesetzt werden kann, ist Inhalt dieses Workshops. Ein Referat wird Einblick in die Thematik geben. Die Teilnehmenden haben Gelegenheit, ihre Fragen zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht zu klären. Formulare zur Erstellung solcher Dokumente werden vorgestellt.

Hospizgespräche 2019

Kriegskinder  und Kriegsenkel.
[Lange Schatten einer traumatisierenden Zeit]

Termin: Do, 7.11.19, 19-20:30 Uhr

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: Wir freuen uns über eine Spende

Referentin: Linda Herrmann-Wolhfart, Koordinatorin für Trauerbegleitung im HVB, Bensheim, evangelische Klinikseelsorgerin im Dekanat Darmstadt, Jahrgang 1967
Es ist keine Anmeldung nötig!

Die Erlebnisse des 2. Weltkriegs sind für diejenigen, die diese Zeit erlebt haben, lebensprägend und oft heute noch präsent. Wie auch die nachfolgenden Generationen davon geprägt sind, wird seit einigen Jahren beschrieben und erforscht. In diesem Hospizgespräch soll sich der Thematik aus aktueller Sicht genähert, eigene Beobachtungen reflektiert und miteinander diskutiert werden.

Angehörige und deren Potenziale in Pflegeeinrichtungen

Termin: Do, 28.11.19, 19-20:30 Uhr

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: Wir freuen uns über eine Spende

Referentinnen: Ulrike Schaider, Gerontologin, Heimleitung / Claudia Sänger, Dipl. Sozialpädagogin, Leitung Tagespflege, beide Caritasheim Elisabeth Bensheim

Es ist keine Anmeldung nötig!

Pflegeeinrichtungen haben das Ziel, ihren BewohnerInnen ein würdiges Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Dazu gehört, ihre vorhandenen Fähigkeiten zu erhalten und zu aktivieren. In welcher Hinsicht Angehörige dazu beitragen können und welche Potenziale die Zusammenarbeit für alle Beteiligten hat, ist Thema dieses Hospizgesprächs.

Veranstaltungsreihe für pflegende Zugehörige

Interessieren Sie sich für die Teilnahme, wissen aber nicht, wie Sie dies mit der Betreuung Ihres Angehörigen in Einklang bringen können? Dann sprechen Sie uns gerne an und wir organisieren Ihnen eine ehrenamtliche Unterstützung für die Zeit der Veranstaltung.

Diese Veranstaltungsreihe wird großzügig unterstützt von TE Connectivity. Die Workshops können vergünstigt angeboten werden.

Basics für den Pflegealltag zu Hause [Sicherheit gewinnen, selbst gesund bleiben]

Kursnummer: 19-110

Termin: Sa, 30.3.19, 9:30  12:45 Uhr

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 16 €

Referent: Stefan Clemenz, Palliative-Care-Fachkraft im Hospiz Bergstraße, Zusatzqualifikation spirituelle Sterbebegleitung, langjährige Erfahrung in der ambulanten Pflege

Eine nahestehende, hilfebedürftige Person zu versorgen ist eine verantwortungsvolle und umfassende Aufgabe. Pflegerische Tätigkeiten gehören dazu und sind oft mit Unsicherheiten verbunden.
Dieser Workshop will Pflegepersonen stärken und ihren Alltag erleichtern: Wissenswertes rund um die Betreuung und Versorgung zu Hause wird vermittelt, hilfreiche Handgriffe aus der Pflegepraxis werden eingeübt. Teilnehmende erhalten Gelegenheit zum Austausch über Erfahrungen und Grenzen in der Pflege Nahestehender. Möglichkeiten der Unterstützung und Entlastung werden aufgezeigt, mit dem Ziel, eine für alle Beteiligten leistbare, stabile Situation zu schaffen.

Informationsveranstaltung: Entlastung für pflegende Zugehörige – aber wie?

Kursnummer: 19-111

Termin: Do, 11.4.19, 17:30 -19 Uhr

Ort: Hospiz-Verein Bergstraße, Sandstraße 11, Bensheim

Gebühr: kostenlos, wir freuen uns über eine Spende

Referentinnen: Maria Rief, Compass private Pflegeberatung/ Alexandra Löchelt Pflegestützpunkt des Kreises Bergstraße

Wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, bedeutet das für die ganze Familie eine große Umstellung im Alltag. Pflegepersonen kommen dabei schnell an ihre Grenzen.

Der Pflegestützpunkt des Kreises Bergstraße und die Compass private Pflegeberatung informieren über Möglichkeiten der Unterstützung und Entlastung für Familien im Rahmen des Leistungsangebots der Pflegeversicherungen. Welche Sozialleistungen und Hilfsangebote stehen zur Auswahl? Welche Kriterien gelten für die Inanspruchnahme? Wie funktioniert die Beantragung? Solche und weitere Fragen, auch aus dem Publikum, werden an diesem Abend besprochen.

Der Pflegestützpunkt informiert für gesetzlich Versicherte und Compass für privat Versicherte – trägerneutral und kostenlos.

Innere FreiRäume schaffen Selbstfürsorge – eine wesentliche Kompetenz in belasteten Zeiten

Kursnummer: 19-112

Termin: Sa, 4.5.19, 9:30-17:15 Uhr

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 34 €

Referentin: Jutta Crombie, Business Coach, Resilienztrainerin

Wer weiß, wie erfolgreiche Selbstregulation funktioniert und verstanden hat, wie Gedanken die Emotionen und das Körperempfinden beeinflussen, hat einen entscheidenden Raum geschaffen, um souveräner und gesundheitsförderlicher mit Veränderungen umzugehen.

Dieser Workshop richtet sich an Menschen, die nach wirksamen Methoden suchen, um für sich erfolgreich FreiRäume zu schaffen und um mental und körperlich gesund zu sein und zu bleiben.

Die TeilnehmerInnen erhalten Einblicke in die Dynamiken von Veränderungen, werden sich neuer, gesundheitserhaltender Verhaltensweisen bewusst und erstellen individuelle Aktionspläne zur Schaffung der FreiRäume in ihrem Alltag.

Sterbende umsorgen, Verstorbene versorgen

Kursnummer: 19-113

Termin: Sa, 18.5.19, 9:30-12:30 Uhr

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 34 €

Referentin: Doris Kellermann, Palliative-Care-Fachkraft im Hospiz-Verein Bergstraße, Leitung HospizAkademie Bergstraße

Das Sterben eines Nahestehenden mitzuerleben macht hilflos; schwer einzuordnen und fremd sind für uns die Veränderungen in den letzten Lebenstagen und -stunden. Wie mag es dem sterbenden Menschen ergehen, was erlebt, denkt, fühlt er? Und was können wir jetzt für ihn tun?
Dieser Workshop richtet sich an pflegende Zugehörige, die sich für diese Zeit der Grenzerfahrung vorbereiten möchten. Teilnehmende erhalten praxisorientierte Hilfestellungen für das Umsorgen eines sterbenden Menschen. Auch für die Zeit nach Eintritt des Todes.

Ärztliche Fortbildungen

für folgende Veranstaltung haben wir die Anerkennung bei der Landesärztekammer beantragt

Sprechen ohne Worte [Menschen erreichen, die nicht sprechen können]

Kursnummer: 19-008

Termin: Mi, 21.8.19, 10-17 Uhr, 7 UE

Ort: Hospiz-Verein Bergstraße, Sandstraße 11, Bensheim

Gebühr: 61 €

Referentin: Felicia Schöner, Koordinatorin Hospizdienst Odenwald, Sonderpädagogin, systemische Supervisorin und Therapeutin

Menschen, die aufgrund von Erkrankungen und Schwäche nicht mehr sprechen können, sind häufig außerordentlich isoliert: Sie sind den Deutungen Anderer ausgesetzt, und oft wird nicht erkannt, was sie wollen und brauchen.

Uns als Begleitenden fällt die Kontaktaufnahme schwer, wir möchten alles richtigmachen und sind doch verunsichert, ob und wie wir diese Menschen wirklich erreichen können.

In diesem Seminar befassen wir uns eingehend mit der Situation nicht sprechender Menschen. Gemeinsam erarbeiten wir, wie wir uns ihnen annähern können und wie ein stimmiger Dialog, das Vertraut werden miteinander gelingen kann. Die Teilnehmenden gewinnen so mehr Sicherheit im Umgang mit nicht sprechenden Menschen.

Wir sichern zu, dass die Inhalte dieser Fortbildungsmaßnahmen produkt- und dienstleistungsneutral gestaltet sind.

Wir sichern zu, dass potenzielle Interessenkonflikte des Veranstalters, der wissenschaftlichen Leitung und der Referenten in einer Selbstauskunft gegenüber den Teilnehmern (z. B. erste Folie bei Vorträgen, Handout, Aushang, Hinweis in Programm, Link oder Download) offen gelegt werden.

Angaben zum Sponsoring bzw. bei Eigenveranstaltungen die Höhe der Gesamtaufwendungen: Die Gesamtaufwendungen für die Veranstaltung werden durch Einnahmen aus Teilnehmergebühren gedeckt. Eventuelle Differenzen weden über Fördergelder der Dietmar Hopp Stiftung sowie Eigenmittel des Hospiz-Vereins Bergstraße gedeckt.

Bergsträßer HospizNacht

Sorgekultur an der Bergstraße: gemeinsam für Menschen – bis zuletzt

25. Oktober 2019, 18 Uhr-open end

An diesem Abend wollen wir uns einem Konzept widmen, das zurzeit in der internationalen Hospizlandschaft von sich Reden macht: so genannte Caring Communities. Dahinter steht die Idee, den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft gemeinschaftlich – sprich: zivilgesellschaftlich, auf kommunaler Ebene – zu begegnen, damit allen sorgebedürftigen Menschen am Lebensende die notwendige Unterstützung zukommt.
Lassen Sie uns gemeinsam eruieren, welche Strukturen an der Bergstraße vorhanden sind, welche Angebote es noch brauchen könnte und was wir in unserem sozialen Umfeld, unserer Nachbarschaft, unserem Viertel miteinander füreinander tun können – für Leben in Würde bis zuletzt.


Samstag 27. Juni 2020, 20 Uhr, Parktheater Bensheim, der Eintritt ist frei

Die Letzten Lieder sind keine Trauerveranstaltung, sondern vielmehr eine Feier des Lebens.
Die ergreifenden Geschichten und Musikwünsche (von
Barock bis Pop und Schlager), die Projektinitiator Stefan Weiller über Jahre hinweg bei Menschen in der letzten Lebensphase gesammelt hat, spiegeln Lebensenergie wieder.
Ein deutschlandweites Kunstprojekt.
Humorvoll und klug, tiefgründig und berührend.

Letzte Lieder light

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