Bildungsprogramm 2018

Unser aktuelles Bildungsprogramm ist da. Mit vielfältigen Angeboten zu aktuellen Themen und Fragen rund ums Lebensende richten wir uns an Fachkräfte, Ehrenamtliche und Interessierte aus der Region.

Erstmals bieten wir die Möglichkeit zur DGP-zertifizierten Zusatzqualifikation Palliative Care für Pflegefachkräfte. Außerdem im Angebot sind Fachthemen wie Wickel und Auflagen in der Pflege, Gespräche mit Schwerstkranken oder Umgang mit Krisensituationen in der Terminalphase sowie offene Angebote wie die Hospizgespräche, die zum Austausch über aktuelle Entwicklungen in der Hospizarbeit einladen.

Ein besonderes Augenmerk gilt dieses Jahr dem Phänomen Trauer. Vorträge, Workshops, eine Theateraufführung und eine Exkursion bilden eine themenbezogene Veranstaltungsreihe, die in Kooperation mit dem Bildungswerk des Hospiz Elias/Ludwigshafen durchgeführt wird.

Wir sind gespannt auf ein lebendiges und erkenntnisreiches Bildungsjahr 2018 und freuen uns, Sie bei der einen oder anderen Veranstaltung begrüßen zu dürfen!

Herzliche Grüße
Ihre
Doris Kellermann und Swantje Goebel
Leitungsteam der HospizAkademie Bergstraße


Für einige Veranstaltungen haben wir bei der Landesärztekammer Punkte zur Anerkennung als ärztliche Fortbildung beantragt. Nähere Informationen finden Sie hier

Möchten Sie von uns lesen?

Wir informieren in  E-Mail-Rundbriefen über unsere Veranstaltungen.

 

Zusatzqualifikation Palliative Care für Pflegende

Zertifiziert durch die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)

Kursnummer: 18-006

Termine: 2.-6.7., 3.-7. 9., 5.-9.11.2018 und 7.-11.1.2019

Ort: Altenpflegeschule, Berliner Ring 34a, 64625 Bensheim

Teilnahmegebühr: 1600 € inkl. Kursmaterialien u. Verpflegung

Zugangsvoraussetzung: exam. Fachkräfte der Gesundheits- und Krankenpflege oder Altenpflege. Empfohlen ist eine zweijährige Berufserfahrung. In Einzelfällen können Angehörige anderer Berufsgruppen zum Kurs zugelassen werden. Bitte fügen Sie Ihrer Anmeldung ein Motivationsschreiben mit Bild, einen tabellarischen Lebenslauf sowie eine Kopie der Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung hinzu.

Abschluss: Zertifikat des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands (DHPV) und der DGP

Kursleitung: Doris Kellermann und Dr. Swantje Goebel, beide DGP-zertifizierte Kursleiterinnen

Das Kursangebot umfasst 160 Unterrichtseinheiten in 4 Blockwochen verteilt über 7 Monate. Es entspricht den Anforderungen an die Qualifikation von beruflichem Pflegepersonal in der Palliativversorgung und Hospizarbeit. Grundlage ist das Curriculum von Kern, Müller, Aurnhammer.

Palliative Care ist ein ganzheitliches Konzept zur Betreuung, Begleitung und Pflege von PatientInnen mit begrenzter Lebenserwartung. Wenn eine unheilbare Krankheit weit fortgeschritten ist, gewinnt die Lebensqualität an Bedeutung. PatientInnen sowie ihre An-/Zugehörigen in dieser Zeit zu begleiten, erfordert hohe fachliche und emotionale Kompetenz, Empathie und Sensibilität für diese besondere Situation. Neben pflegerischen Aufgaben sind Pflegekräfte aufgefordert, auch den seelischen, spirituellen und zwischenmenschlichen Bedürfnissen der Betroffenen zu begegnen.

Diese Weiterbildung bietet einen geschützten Raum, um sich mit Sterben, Tod und Trauer zu befassen, den eigenen Haltungen nachzuspüren und für sich Wege zu entwickeln, mit Belastungen umzugehen. Die Erweiterung fachlicher Kompetenz in der Palliativpflege sowie eine Sensibilisierung für psychosoziale und spirituelle Aspekte sind weitere, wichtige Bausteine. Gemeinsam wird eine Perspektive erarbeitet, die symptomorientiert, kreativ, bedürfnisorientiert und ganzheitlich vorgeht.

Fortbildungen für hauptamtliche Fachkräfte

Wickel und Auflagen in der Pflege

Kursnummer: 18-001

Termin: Mi, 21.2.18, 9:00 - 16:30 Uhr, 8 UE

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 67 €

Referentin: Adelheid Maasjost, Beraterin für ganzheitliche Gesundheitspflege und Naturheilkunde, Krankenschwester

Mit zunehmendem Interesse an natürlichen Behandlungsmethoden haben auch die Wickel und Auflagen Einzug in die Krankenpflege, die Palliativ- und Altenpflege, gehalten. Gerade in diesen Bereichen sind sie durch die damit verbundene Zuwendung und Berührung auch ein „Non verbales Kommunikationsmittel“.

Das Wissen um allgemeine Grundregeln zur Wickelanwendung, Wirkungsweise der natürlichen Zusätze (Heilkräuter, Heilerde, äth. Ölmischungen) und die notwendigen Materialien für die "Wickelkiste", garantieren eine einfache, kostengünstige und nebenwirkungsfreie Handhabung. Die Theorie wird durch praktische Übungen unterstützt.
Richtig gewickelt wirken Wickel und Auflagen schmerzlindernd, beruhigend, stärkend auf die körpereigene Abwehr und sind Balsam für die Seele.

Palliative Situation bei nichtonkologischen Erkrankungen am Beispiel der ALS (amyotrophe Lateralsklerose)

Kursnummer: 18-002

Termin: Mi, 14.3.18, 15 - 18 Uhr, 4 UE

Ort: Hospiz-Verein Bergstraße, Sandstraße 11, Bensheim

Gebühr: 31 €

Referentin: Doris Kellermann, Palliative-Care-Fachkraft im Hospiz-Verein Bergstraße, Leitung HospizAkademie Bergstraße

Mit der Palliativmedizin assoziieren viele Menschen terminale Krebserkrankungen. Selbstverständlich gehören aber auch eine Reihe von internistischen und neurologischen Erkrankungen in das Spektrum der palliativmedizinischen Versorgung. Einige Erkrankungen, wie die ALS (amiotrophe Lateralsklerose), sind sehr *selten und fordern alle an der Versorgung der PatientInnen Beteiligten in hohem Maße heraus.
In Kurs werden Krankheitsbild und die häufigsten Symptome erläutert und zahlreiche Tipps und Anregungen aus der Praxis weitergegeben. Am Ende sollen alle Teilnehmenden einen guten Überblick über Verlauf, Symptome und Unterstützungsmöglichkeiten erlangt haben.

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht - mehr Handlungssicherheit im Umgang mit Patientenfragen

Kursnummer: 18-003

Termin: Mi, 11.4.18, 15 - 18 Uhr, 4 UE

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 31 €

Referentinnen: Doris Kellermann, Palliative-Care-Fachkraft im Hospiz-Verein Bergstraße, Leitung HospizAkademie Bergstraße / Martina Strübig, Palliative-Care-Fachkraft und Koordinatorin im Hospiz-Verein Bergstraße, ambulante Ethikberaterin

Eine Patientenverfügung ist ein wichtiges Hilfsmittel, um Angehörigen und medizinischem Fachpersonal Entscheidungen leichter zu machen. Dennoch ist die Hemmschwelle vieler Menschen groß, sich vertieft mit den Fragen zum Lebensende, mit eigenen Wünschen und Vorstellungen auseinanderzusetzen und diese sogar schriftlich niederzulegen.

PatientInnen und ihre Angehörigen stellen sich dieser Aufgabe oft erst im Ernstfall. Mitarbeitende des Gesundheitswesens werden dann meist angesprochen und um Rat gefragt. Doch wie mit diesen Anfragen umgehen? Was antworten? Und wie die dahinterliegenden Sorgen aufgreifen und zum Thema machen?

Im Workshop geht es um die Vermittlung von Basiswissen zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Außerdem werden gemeinsam Gesprächsstrategien entwickelt, um in diesen Fragen mehr Handlungssicherheit zu gewinnen.

Wundversorgung bei palliativen Wunden

Kursnummer: 18-004

Termin: Mi, 16.5.18, 14 - 18 Uhr, 5 UE

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 38 €

Referentinnen: Lisa Albers, Palliative-Care-Fachkraft und Wundexpertin, Hospiz Bergstraße / Carola Wolf, Palliative-Care-Fachkraft und Wundexpertin, Palliativnetz Bergstraße / Doris Kellermann, Palliative-Care-Fachkraft im Hospiz-Verein Bergstraße, Leitung HospizAkademie Bergstraße

Wunden sind nicht gleich Wunden! Gerade große, schwerheilende Wunden sind im palliativen Setting ein gutes Beispiel dafür, wie sehr sich Ziele, Erwartungen und somit auch Vorgehensweisen verändern, wenn wir uns nicht mehr in einer kurativen Situation, sondern am Lebensende befinden.
Was bedeuten diese Wunden für PatientInnen und ihr Umfeld, und wie können wir sie behandeln, wenn eine Heilung auf Grund der infausten Prognose nicht mehr zu erwarten ist?
Diesen Fragen soll auf der Basis zahlreicher konkreter Beispiele aus der Praxis und mit Hilfe von Anschauungsmaterial im Workshop nachgegangen werden.

Palliative Sedierung

Kursnummer: 18-005

Termin: Mi, 20.6.18, 15 - 18 Uhr, 4 UE

Ort: Hospiz-Verein Bergstraße, Sandstraße 11, Bensheim

Gebühr: 31 €

Referentin: Dr. Stefanie von Engelmann, Ärztin für Anästhesie, Intensivmedizin und Palliativmedizin

Der überwachte Einsatz von Medikamenten mit dem Ziel einer verminderten oder aufgehobenen Bewusstseinslage (palliative Sedierung) ist eine wichtige Behandlungsoption für PalliativpatientInnen, die unter sonst therapierefraktären Symptomen leiden.

Im Seminar werden Möglichkeiten und Grenzen der Methode – insbesondere auch im Hinblick auf ethische und rechtliche Probleme – dargestellt. Unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen können die Teilnehmenden gemeinsam eigene Behandlungsstandards erarbeiten. Durch das Erstellen einer individuellen Dokumentationsvorlage erhalten sie ein Instrument, um Informationen in der eigenen Einrichtung gemeinschaftlich zu machen und das Vorgehen transparent und nachvollziehbar zu halten.

Häufigste Krisensituationen in der Terminalphase - Bewältigungsstrategien

Kursnummer: 18-007

Termin: Di, 21.8., 28.8., 18.9. und 25.9.18, 15 - 17:30 Uhr, 12 UE

Ort: Hospiz-Verein Bergstraße, Sandstraße 11, Bensheim

Gebühr: 94 €

Referentin: Doris Kellermann, Palliative-Care-Fachkraft im Hospiz-Verein Bergstraße, Leitung HospizAkademie Bergstraße

Gerade in der allerletzten Lebensphase kann es bei PalliativpatientInnen zu mehr oder weniger vorhersehbaren, krisenhaften Situationen und Komplikationen kommen, die für den Patienten, die Angehörigen und das medizinische Fachpersonal gleichermaßen belastend sein können. Atemnot, Schmerzdurchbrüche, Blutungen oder delirante Syndrome führen alle Beteiligten an ihre Grenzen.

Im Kurs werden die häufigsten Herausforderungen am Lebensende besprochen und sinnvolle Therapien und Bewältigungsstrategien erläutert.

Gespräche mit Schwerstkranken und ihren Familien – Haltung, Verhalten, Mitgefühl

Kursnummer: 18-008

Termin: Do, 1.11.18, 9 - 13 Uhr, 5 UE

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 38 €

Referentin: Sandra Mai, Diplom-Psychologin, Interdisziplinäre Abteilung für Palliativmedizin der Unimedizin Mainz und Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Patientenwürde e.V.

Gespräche mit Schwerstkranken und deren Familien können kostbare Schätze sein: Wir teilen Empfindungen und Erfahrungen und im Idealfall gehen alle Parteien bereichert aus diesen Gesprächen hinaus. Was aber, wenn Worte verletzen, wir uns nicht verstehen, Missverständnisse auftreten, Gespräche einfach schwierig werden? Ein kompaktes ABCD-Modell zum würdevollen Umgang in der Begegnung mit Patientinnen und Patienten und deren Lieben, kann helfen, die Gesprächsführung gut zu gestalten. Im Kurs werden entsprechende Grundlagen der Kommunikation und der würdeorientierten Patientenversorgung vermittelt sowie eigene Kasuistik besprochen.

Kurse und Angebote für Fachkräfte, Ehrenamtliche und Interessierte

Letzte Hilfe Kurse

Kursnummer: 18-101
Termin: Sa, 3.2.18, 14 - 18 Uhr, 4 UE

Kursnummer: 18-102
Termin: Sa, 5.5.18, 14 - 18 Uhr, 4 UE

Kursnummer: 18-103
Termin: Sa, 29.9.18, 14 - 18 Uhr, 4 UE

jeweils:

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 31 €

Referentinnen: Doris Kellermann, Palliative-Care-Fachkraft im Hospiz-Verein Bergstraße, Leitung HospizAkademie Bergstraße / Angela Schäfer-Esinger, , Krankenschwester, Koordinatorin im Hospiz-Verein Bergstraße

Wenn ein uns nahestehender Mensch absehbar sterben wird, macht uns das hilflos. Uraltes Wissen zum Sterbegeleit ist uns nicht mehr geläufig, und uns fehlen Erfahrungen im Umgang mit dem Lebensende. Dabei ist Sterbebegleitung keine exklusive Aufgabe für Professionelle oder ExpertInnen, sondern genauso in Familie und Nachbarschaft möglich.
Wir möchten Grundwissen an die Hand geben und ermutigen, sich Sterbenden zuzuwenden. Denn Zuwendung ist das, was wir alle am Ende des Lebens am meisten brauchen. Wir vermitteln Basiswissen, Orientierungen und einfache Handgriffe. So lernen Teilnehmende, was sie für Nahestehende am Ende des Lebens tun können.

Schwerpunkt „Trauer“ in Kooperation mit dem Bildungswerk des Hospiz Elias, Ludwigshafen

Ruhe und Halt finden im Sturm der Gefühle - wie Kinder Tod und Trauer erleben

Kursnummer: 18-104

Termin: Sa, 24.2.18, 10 - 15 Uhr, 6 UE

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 53 €

Referentin: Karolina Stolecka-Meinert, Diplom-Psychologin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, ehrenamtliche Trauerbegleiterin für Kinder und Jugendliche im Hospiz-Verein Bergstraße

Kinder vor der Realität des Todes beschützen zu wollen – erst recht, wenn ein ihnen naher Mensch verstirbt – ist ein nachvollziehbarer Impuls von uns Erwachsenen. Gleichwohl haben Kinder ihre eigenen, altersspezifischen Vorstellungen vom Tod. Und durch einen Todesfall kann ihre Welt genauso aus den Fugen geraten wie bei Erwachsenen.
Wollen wir unsere Kinder in ihrer Trauer angemessen begleiten, brauchen wir Kenntnis darüber, wie sie Tod und Trauer erleben. Was bedeutet der Tod für Kinder in den verschiedenen Altersstufen? Was können sie verstehen – und was vielleicht noch nicht? Was fühlen Kinder und welche Ausdrucksweisen finden sie dafür? Und was kann ihnen Ruhe und Halt bieten im Sturm dieser Gefühle? Um diese Fragen soll es im Workshop gehen.

Vortrag am 8.3.: Weinen Männer wirklich nicht? Klischees und Fakten über Männertrauer.

Kursnummer: 18-105

Termin: Do, 8.3.18, 19 - 20:30 Uhr

Ort: Keller der Alten Faktorei, Hauptstr. 39, Bensheim

Gebühr: kostenlos, wir freuen uns über eine Spende

Referentin: Prof. Dr. jur. Andreas Rein

Keine Anmeldung nötig!

Es scheint einen gesellschaftlichen Konsens darüber zu geben, welcher Umgang mit der Trauer beim Verlust einer geliebten Person als "typisch männlich" anzusehen ist. Eine gefühlsbetonte Trauer wird Männern eher abgesprochen. Männer weinen nicht - oder wie es Herbert Grönemeyer in dem Lied "Männer" 1984 gesungen hat: "Männer weinen heimlich".  Diese und andere Klischees werden in dem vorliegenden Vortrag auf den Prüfstand der aktuellen (Trauer-)Forschung gestellt. Erörtert wird auch, wie eine Trauerbegleitung für Männer sinnvollerweise aussehen könnte.

Clownin Aphrodite

Clowneskes Theaterstück über Trauer und Trauerbegleitung,
Die Clownin Aphrodite (Ida Maria Paul) im Theater Mobile Obertor 1, Zwingenberg
Do, 18.5.18, 20 Uhr

Abendkasse 15 Euro, Vorverkauf 13 Euro
Vorverkauf über Copyshop, Darmstädter Str. 10, Zwingenberg
oder www.mobile-zwingenberg.de

 

Humor und Gelassenheit in der Sterbebegleitung. Ein Workshop mit der Clownin Aphrodite

Kursnummer: 18-106

Termin: Sa, 19.5.18, 9 - 14 Uhr, 6 UE

Ort: Theater Mobile, Obertor 1, 64673 Zwingenberg

Gebühr: 54 €

Referentin: Ida Paul, die Frau hinter der Clownin Aphrodite
Der Humor soll durch einfache, praktische Übungen aus dem Theater- und Clownsbereich geweckt, kennengelernt und erweitert werden. Im Gespräch, durch Körperübungen, in Kleingruppen und im Plenum werden Sie sich dem Humor und der Gelassenheit nähern und Möglichkeiten finden, beides in die tägliche Arbeit zu integrieren. In Ihrer je eigenen Art und mit Ihrem Zugang zum Humor werden Sie Ihren Weg finden, das Erlernte in der Praxis einzusetzen – ohne den Clown zu spielen.
Humor, um mit einer anderen Sicherheit und einem gefestigten Selbstschutz durch den Alltag zu gehen. Humor als Weg zu mehr Gelassenheit. Humor, um ihn im gewünschten Moment als Ressource zu nutzen.

Exkursion zum Lebensgarten auf dem Karlsruher Hauptfriedhof

Kursnummer: 18-107

Termin: Fr, 31.8.18, 13 Uhr Abfahrt Bahnhof Bensheim,
13:45 Uhr Abfahrt in Ludwigshafen,
15 - 17 Uhr Führung durch den Lebensgarten,
Ankunft in Bensheim gegen 19 Uhr  

Gebühr: 20 € incl. Imbiss im Bus, für die Führung wird um eine Spende von 5 € gebeten.

Die Anmeldung erfolgt über unseren Kooperationspartner,
das Bildungswerk Hospiz Elias, Ludwigshafen.
Tel.: 0621/6355470 oder per Mail an Miriam.ohl@hospiz-elias.de
Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie in Bensheim oder Ludwigshafen zusteigen werden.

Referentinnen: Miriam Ohl, Krankenpflegerin und Sozialarbeiterin, Leitung Bildungswerk des Hospiz Elias, Ludwigshafen  / Dr. Swantje Goebel, Soziologin, Leitung HospizAkademie Bergstraße

Wer trauert, geht einen schweren Weg: Den eigenen Weg, um sein Leben neu zu finden und zu gestalten. Mit dem Lebensgarten und seinem Trauerweg wurde auf dem Karlsruher Hauptfriedhof eine besondere Form der individuellen Trauerarbeit entwickelt, ein Weg mit vielen Symbolen und Stationen – zum Innehalten, Rückkehren, Vorwärtsschreiten, Nachdenken, Erkennen, Aufatmen, Loslassen und Loswerden.

In 14 Stationen führt der symbolische Trauerweg im Lebensgarten von der Zeit „zuvor“ über den fassungslosen Moment des Todes hin in die Zeit der inneren und äußeren Auseinandersetzung, um sich dann zunehmend mit der Gestaltung des eigenen weiteren Lebensweges zu befassen.
Symbole und Texte regen zur inneren Auseinandersetzung an. Wegmaterialien helfen, den Trauerprozess nachzuempfinden; und die Bepflanzung trägt zum geschützten Rahmen des Gartens bei. Der symbolische Trauerweg mündet in einen sich öffnenden, runden Platz. Bänke laden zur Ruhe oder zur Diskussionsrunde nach der Gruppenführung ein.

Im Lebensgarten können sich Trauernde wie Nichtbetroffene intensiv und gleichzeitig geschützt mit den Themen Sterben, Tod und Trauer auseinandersetzen. Der Lebensgarten möchte Anregung bieten, um mit Anderen über persönliche Erfahrungen, Gefühle und Gedanken zu Vergänglichkeit und Lebensende ins Gespräch zu kommen.
Der Lebensgarten ist kein Bestattungsraum. Er ist ein Garten für die Lebenden.

Bestattungs- und Trauerkultur im Wandel: von anonymer Bestattung und virtueller Trauer

Kursnummer: 18-108

Termin: Di, 13.11.18, 14 - 17 Uhr, 4 UE

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 31 €

Referentin: Dr. Swantje Goebel, Soziologin, Leitung HospizAkademie Bergstraße

Das Grab verliert an Bedeutung, davon zeugt die Zunahme anonymer Grabfelder. Getrauert wird woanders, etwa auf Erinnerungsplattformen im World Wide Web. – So heißt es. Aber stimmt das auch? Brauchen wir keine Gräber mehr als Orte des Trauerns? Wo trauern wir stattdessen? Welche Folgen hat dies für unsere Trauerkultur?
Im Kurs wollen wir den Wandel in der Bestattungs- und Trauerkultur nachvollziehen und in Bezug setzen zu unseren Erfahrungen und Praktiken, Vorstellungen und Wünschen. Das Ziel: aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen im Umgang mit Vergänglichkeit verstehen – und im Gespräch mit Anderen das Eigene reflektieren.

Vortrag am 25.10.: Demenz - ein Weg durch Verlust und Trauer

Kursnummer: 18-109

Termin: Do, 25.10.18, 19 - 20:30 Uhr

Ort: Keller der Alten Faktorei, Hauptstr. 39, Bensheim

Gebühr: kostenlos, wir freuen uns über eine Spende

Referentin: Bernhild Schneider, , Diplom-Sozialpädagogin, ehrenamtliche Trauerbegleiterin im Hospiz-Verein Bergstraße

Es ist keine Anmeldung nötig!

Menschen mit Demenz erleben in ihren letzten Lebensjahren sehr viele Verluste. Den Verlust, sich in der Welt zurechtzufinden, selbstbestimmt leben zu können, ihre vertrauten sozialen Kontakte, ihr Erinnerungsvermögen und am Ende den Verlust ihrer Körperkontrolle. Diese Verluste lösen bei den Betroffenen große Verzweiflung und Trauer aus. Nicht immer können Menschen mit Demenz diese Trauer zeigen. Besonders dann nicht, wenn die Demenz weit vorgeschritten ist.
In diesem Abendvortrag wollen wir uns dem Trauerweg von Menschen mit Demenz annähern und darüber nachdenken, wie wir dabei gute Wegbegleiter sein können.

Hilfe, mein Kollege trauert! Für einen offenen Umgang mit Trauer am Arbeitsplatz

Kursnummer: 18-110

Termin: Mi, 21.11.18, 9 - 13 Uhr, 4 UE

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 40 €

Referentinnen: Barbara Mansfeld, Diplom-Psychologin, systemische Therapeutin und ehrenamtliche Trauerbegleiterin im Hospiz-Verein Bensheim / Claudia Mayer, selbstständige Unternehmensberaterin, ehrenamtliche Trauerbegleiterin, Vorstand Trauerbegleitung im Hospiz-Verein Bergstraße

Trauer ist in unserer Gesellschaft etwas sehr Privates. Doch wenn ein Mitarbeiter um den Tod eines Angehörigen trauert, bringt er diese Trauer mit an den Arbeitsplatz. Die meisten Kollegen fühlen sich in einer solchen Situation überfordert, verunsichert und möchten zugleich etwas Hilfreiches sagen oder tun. Aber was?

Im Workshop haben Sie Gelegenheit, sich mit Ihren Erfahrungen aus Ihrem beruflichen Umfeld auseinanderzusetzen. Die Referentinnen vermitteln aktuelles Wissen zum Phänomen Trauer und gemeinsam erarbeiten wir Lösungen, die Ihnen mehr Handlungs- und Kommunikationssicherheit für Ihren Berufsalltag geben.

Hospizgespräche 2018

Einladung zum Gespräch – aktuelle Aspekte der Sterbebegleitung/Hospizarbeit

Termine: Mi, 13.09.18, und 27.09.18, jeweils 19 - 20:30 Uhr

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: Wir freuen uns über eine Spende 

Es ist keine Anmeldung nötig!

Referentinnen: Doris Kellermann, Palliative-Care-Fachkraft / Dr. Swantje Goebel, Soziologin

Auch in diesem Jahr finden in guter Tradition zwei herbstliche Hospizgespräche statt – mit der Besonderheit, dass die Themen dieses Mal kurzzeitig bestimmt werden sollen, um aktuelle Aspekte der Sterbebegleitung und Hospizarbeit beleuchten zu können. Das Ziel: miteinander im Gespräch sein über die wichtigen Fragen zum Lebensende.

Ärztliche Fortbildungen

für folgende Veranstaltung haben wir die Anerkennung bei der Landesärztekammer beantragt

Palliative Sedierung

Kursnummer: 18-005

Termin: Mi, 20.6.18, 15 - 18 Uhr, 4 UE

Ort: Hospiz-Verein Bergstraße, Sandstraße 11, Bensheim

Gebühr: 31 €

Referentin: Dr. Stefanie von Engelmann, Ärztin für Anästhesie, Intensivmedizin und Palliativmedizin

Der überwachte Einsatz von Medikamenten mit dem Ziel einer verminderten oder aufgehobenen Bewusstseinslage (palliative Sedierung) ist eine wichtige Behandlungsoption für PalliativpatientInnen, die unter sonst therapierefraktären Symptomen leiden.
Im Seminar werden Möglichkeiten und Grenzen der Methode – insbesondere auch im Hinblick auf ethische und rechtliche Probleme – dargestellt. Unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen können die Teilnehmenden gemeinsam eigene Behandlungsstandards erarbeiten. Durch das Erstellen einer individuellen Dokumentationsvorlage erhalten sie ein Instrument, um Informationen in der eigenen Einrichtung gemeinschaftlich zu machen und das Vorgehen transparent und nachvollziehbar zu halten.

Wundversorgung bei palliativen Wunden

Kursnummer: 18-004

Termin: Mi, 16.5.18, 14 - 18 Uhr, 5 UE

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 38 €

Referentinnen: Lisa Albers, , Palliative-Care-Fachkraft und Wundexpertin, Hospiz Bergstraße / Carola Wolf, Palliative-Care-Fachkraft und Wundexpertin, Palliativnetz Bergstraße / Doris Kellermann, Palliative-Care-Fachkraft im Hospiz-Verein Bergstraße, Leitung HospizAkademie Bergstraße

Wunden sind nicht gleich Wunden! Gerade große, schwerheilende Wunden sind im palliativen Setting ein gutes Beispiel dafür, wie sehr sich Ziele, Erwartungen und somit auch Vorgehensweisen verändern, wenn wir uns nicht mehr in einer kurativen Situation, sondern am Lebensende befinden.
Was bedeuten diese Wunden für PatientInnen und ihr Umfeld, und wie können wir sie behandeln, wenn eine Heilung auf Grund der infausten Prognose nicht mehr zu erwarten ist?
Diesen Fragen soll auf der Basis zahlreicher konkreter Beispiele aus der Praxis und mit Hilfe von Anschauungsmaterial im Workshop nachgegangen werden.

Gespräche mit Schwerstkranken und ihren Familien – Haltung, Verhalten, Mitgefühl

Kursnummer: 18-008

Termin: Do, 1.11.18, 9 - 13 Uhr, 5 UE

Ort: Hospiz Bergstraße, Kalkgasse 13, Bensheim

Gebühr: 38 €

Referentin: Sandra Mai, Diplom-Psychologin, Interdisziplinäre Abteilung für Palliativmedizin der Unimedizin Mainz und Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Patientenwürde e.V.

Gespräche mit Schwerstkranken und deren Familien können kostbare Schätze sein: Wir teilen Empfindungen und Erfahrungen und im Idealfall gehen alle Parteien bereichert aus diesen Gesprächen hinaus. Was aber, wenn Worte verletzen, wir uns nicht verstehen, Missverständnisse auftreten, Gespräche einfach schwierig werden? Ein kompaktes ABCD-Modell zum würdevollen Umgang in der Begegnung mit Patientinnen und Patienten und deren Lieben, kann helfen, die Gesprächsführung gut zu gestalten. Im Kurs werden entsprechende Grundlagen der Kommunikation und der würdeorientierten Patientenversorgung vermittelt sowie eigene Kasuistik besprochen.

Wir sichern zu, dass die Inhalte dieser Fortbildungsmaßnahmen produkt- und dienstleistungsneutral gestaltet sind.

Wir sichern zu, dass potenzielle Interessenkonflikte des Veranstalters, der wissenschaftlichen Leitung und der Referenten in einer Selbstauskunft gegenüber den Teilnehmern (z. B. erste Folie bei Vorträgen, Handout, Aushang, Hinweis in Programm, Link oder Download) offen gelegt werden.

Angaben zum Sponsoring bzw. bei Eigenveranstaltungen die Höhe der Gesamtaufwendungen: Die Gesamtaufwendungen für die Veranstaltung werden durch Einnahmen aus Teilnehmergebühren gedeckt. Eventuelle Differenzen weden über Fördergelder der Dietmar Hopp Stiftung sowie Eigenmittel des Hospiz-Vereins Bergstraße gedeckt.

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Kontakt

Hospiz-Verein Bergstraße e.V.
Margot-Zindrowski-Haus
Sandstraße 11
64625 Bensheim
Tel.: 06251-98945-0
post@hospiz-verein-bergstrasse.de